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A
GRAND OPENING FOR
A COMING END

Review von " powermetal.de“ 8.5 / 10 Pkt.

Ein wirklich tolles Black'n'Punk'n'Roll-Debüt-Scheibchen, das mächtig in die Nackenwirbel fährt!

THE STYX SHIPPING SOCIETY ist definitiv einer der lässigsten Bandnamen, die mir in den letzten Jahren untergekommen sind, und die zugehörige Eigenpressung macht in Sachen Aufmachung auch einiges her, so dass ich wirklich sehr gespannt bin, was mich hier erwarten wird, als ich die auf hundert Stück limitierte Scheibe in den Schacht gleiten lasse.

Das Totenglöckchen bimmelt, Charon macht das Boot los und die Fahrt beginnt mit räudig im Midtempo rockendem Black Metal, der den Hörer sofort mireißt und in Bewegung bringt. Der heilige Patrick am Gesang klingt ein bisschen wie eine Mischung aus Attila Csihar und Dave Chandler, während das musikalische Schaffen beim tollen Opener 'Portrait Of An Unborn God' in Sachen Riffing zwar ein wenig an die neuere norwegische Schule gemahnt, aber zum Glück deren teilweise fast schon sterile Kälte umschifft und einen organischeren Sound fährt. Wenn dann das folgende 'With Tractions Of The Highest Beast' in gnadenloser Punk-Manier losgeht, dann schießen dem Genrefan natürlich sofort die Gedanken an die neueren DARKTHRONE-Schoten durch den Kopf, doch auch das trifft die Sache nicht so richtig. Wobei die ultra-eingängige Struktur, und das wuchtige, lebendige Drumming natürlich schon in diese Richtung gehen.
Aber auch zu den Punk-Doom-Bastarden von DEBRIS INC. ist der Weg naturgemäß nicht weit. Die etwas späteren CARPATHIAN FOREST fielen mir auch noch als Vergleich ein.

Doch sei es drum, die drei Jungs aus dem Fichtelgebirge sind eigenständig genug, um auf diesem zwar blühenden, aber zum Glück noch nicht überbevölkerten Fleckchen der schwarzmetallischen Welt ihre Scholle zu finden, die sie mit dieser EP beackern und in jeder Hinsicht fruchtbar gestalten werden. Denn schon lange hat mich kein Debüt mehr so spontan zum Headbangen gebracht, wie dies der unterweltlichen Fährgesellschaft mit dem mächtigen Groover 'The Great Celebration Of The Ego' gelingt.
Bei 'Down The River' kommt auch ein toll eingesetzter Stimmungswechsel mit cleanem Gitarrenarrangement zur Geltung, der mir richtig gut gefällt und das Stück zu einem weiteren Highlight der EP werden lässt, bevor das angedoomte Finale 'Across The Styx' leider ohne Gesang auskommen muss.
Hieraus hätte ruhig noch ein echter Song werden dürfen.

Trotzdem ist "A Grand Opening For A Coming End" (hat hier Martin Walkyier beim Titel Pate gestanden?) ein absolut überzeugender Einstieg für die Band aus dem Nordosten des Freistaates Bayern, in den jeder mal reinhören sollte, der auf die aktuell zwar angesagte, aber noch nicht zum Trend verkommene Mischung aus Black Metal, Rock'n'Roll und Punk abfährt. Denn diese Mischung trifft hier voll ins Schwarze.

Anspieltipps:
Portrait Of An Unborn God, With The Tractions Of The Highest Beast, The Great Celebration Of The Ego, Down The River We Go


Rüdiger Stehle [15.3.2009], Note: 8.5/10


Review von " earshot.at " 5 / 7 Pkt.

Ein äußerst druckvolles Debütalbum gibt es von der Bayrischen Band mit dem etwas eigenwilligen Namen THE STYX SHIPPING SOCIETY um die Ohren geschmissen.

Nach einem zarten Glockengeläute startet das Werk mit einer leichten Verneigung in Richtung SATYRICON, was sich vor allem in der Rhythmus- und Melodiegestaltung der Gitarre bemerkbar macht. Einen echt gut hervorstechenden Bass vernimmt man in weiterer Folge im anfangs flotter startenden „With The Tractions Of The Highest Beast“, wobei jedoch auch eher das Midtempo dominiert und für eingängige Momente sorgt. Prächtig zum Mitgehen lädt das groovende „The Great Celebration Of The Ego – Or The Question Why” ehe Satyr und Frost bei folgenden „Down The River We Go – Beyond The Blue Waves Of Existence” noch einmal recht freundlich grüßen lassen. Mit dem schleppenden instrumentalen Schlusstrack „Across The Styx“ beendet das Quartett (den Live- und Studiogitarristen hinzugezählt) ein für ein Erstlingswerk durchaus überzeugendes und viel versprechendes Album, dessen einzigen leichten Probleme die kurze Spieldauer und der lange Schatten von SATYRICON sind, der auf die Deutschen herabfällt. Mit etwas mehr Mut zum Risiko könnte beim nächsten Release hier eine große Überraschung anfallen. Auf dem richtigen Weg sind die Jungs aber definitiv schon einmal.

5 von 7 Punkten
Jürgen


Review von " LEGACY " Ausgabe 02/2009 NR. 60 10 / 15 Pkt.

Vorliegendes Debütalbum der Bajuwaren THE STYX SHIPPNG SOCIETY ist nicht nur ein Klassenfang für das kommende Ende, sondern hoffentlich auch der einer hoffnungsvollen Karriere:

Das Trio kredenzt sechs Black Metal-Juwelen, die irgendwo zwischen Darkthrone, Khold und Tulus einzusortieren und zum Großteil im Midtempo gehalten sind. Der Sound ist klar und druckvoll und unterstreicht die feinen Ideen, welche eher dezent im Hintergrund wirken, als plakativ im Vordergrund stehen - nicht schlecht für einen Erstling. "With The Tractions Of The Highest Beast" integriert Death Metal-Einflüsse und weist feine Basslines auf, während "Down The River We Go - Beyond The Blue Waves of Existence" am eindrücklichsten die durchgehend vorhandenen, modernen Satyricon-Ingredienzen offenbart. Aber auch die restlichen vier Songs müssen sich nicht verstecken. Der Preis dieser Mini-CD liegt verborgen im Bett des Totenflusses, eine PN via www.myspace.com/thestyxshippingsociety mag dem aber Abhilfe schaffen. (BRK)


10 Punkte


Review von " tartareandesire.com " (USA) 7 / 10 Pkt.

A band name and album title like that can only mean one thing: self-aware, subtly winking post-modernist black metal, or death, or goth, or... never mind.

Anyhow, this is a fine example of the former with a hint of the second and none of the third, with band personnel donning button-down shirts and ties like Akercocke’s long-lost cousins from Germany. The music itself is an accomplished if slightly unremarkable mid-fi, mid-paced black metal with rock edges, like Khold or newer Darkthrone. Drums, both snare and bass, have a warmth (and mild softness) to them somewhere between Ride the Lightning and North from Here, which just adds a real nice human factor for me. Good stuff but no great shakes, though it’s fun to spot the mash-up of Judas Priest’s “Riding on the Wind” (or is it "Desert Plains?") and New Order’s “Blue Monday” that is the lead riff on “With the Tractions of the Highest Beast.” All things considered, I’m on the fence with this band. They could very well make the pantheon leap with just a touch of songwriting enhancement or they could sink back into the morass of also-rans. Here’s hoping they choose Door #1. Limited to a pressing of a hundred hand-numbered copies, so if that be your impetus to buy one, hop to it.


written by Matthew Kirshner (7/10)


Review von „metal1.info“


Wie gut, dass es den Underground gibt.

Ein bisschen hasse ich mich für diesen einleitenden Satz, hat Underground-Verherrlichung in meinen Augen nur all zu oft diesen faden “Ich bin so true, ich hör nur Underground”-Beigeschmack. THE STYX SHIPPING SOCIETY jedoch sind mal wieder eine jener Bands, die selbst mich zu diesem Satz verleiten können – gibt es CDs wie das Debüt-Werk der Hades-Ruderer eben nur dort:

„A Grand Opening For A Coming End“ nämlich bietet die perfekte Mischung aus Professionalität und Eigenveröffentlichungscharme: Kann die Truppe kompositorisch problemlos mit den „Großen“ mithalten, haucht gerade der erdige, natürliche Klang der Stücke dem Album Leben ein: So hört man zwar (positiv) heraus, dass man hier eine Studioaufnahme vor sich hat, dennoch hat der Sound, wohl auch durch die Tatsache, dass das Album live eingespielt wurde, dieses gewisse Extra an Atmosphäre inne, das „professionellen“ Studiowerken nur all zu oft abhanden gekommen ist.
Stilistisch sind THE STYX SHIPPING SOCIETY dabei gar nicht so einfach in eine Schublade zu stecken: Basierend auf Black Metal mit einer gehörigen Portion Rock erkennt man ersteren bisweilen eigentlich nur noch am Gesang, während die Riffs eigentlich schlicht als Metal bezeichnet werden müssten. Auffällig ist dabei die Präsenz des Viersaiters, der mit groovenden Basslines stets für den nötigen Druck und Antrieb sorgt. Aufgelockert durch einige Cleangitarren und Samples in angemessener Anzahl ergibt sich so ein Gesamtbild, welches am ehesten noch an Satyricon (interessanterweise alt – „Across The Styx“ – so wie neu – „Portrait Of An Unborn God“) erinnert, jedoch alles in allem doch recht eigenständig und abwechslungsreich ausfällt.
So wundert es wenig, dass die recht gleichmäßig auf sechs Songs aufgeteilten 24 Minuten Spielzeit wie im Fluge vergehen: Egal ob der treibende Opener oder das groovende und mitreißende „Down The River We Go“ – „A Grand Opening For A Coming End“ spielt sich ohne nennenswerte Qualitätseinbrüche durchgehend auf sehr hohem Niveau ab – lediglich Outro-Instrumental „Across The Styx“ wirkt etwas unmotiviert, entwickelt sich hier aus einer zaghaften Clean-Melodie ein Riff, welches bis zum Fadeout über das gesamplete Geräusch ans Ufer schlagender Wellen stur durchgezogen wird.
Doch nicht nur die musikalische Komponente spricht hier klar für die Band, sondern auch die ästhetische, ist es doch zur Abwechslung mal mehr als angenehm, zu sehen, dass es auch Black Metal-Underground-Bands gibt, die sich nicht in Peinlichkeiten ergehen, sondern ihren musikalischen Anspruch durch ein das Gesamtkonzept abrundendes Auftreten zu verdeutlichen wissen. Egal, ob man das schlichte, aber gelungene Layout der CD, die kreative Gestaltung des Pressebogens in Form einer mit Trauerrand versehenen Gedenkkarte oder die in Hemd mit Krawatte gekleideten Musiker als Beispiel heranzieht: Hier stimmt einfach alles, so dass sich die einzelnen Komponenten perfekt zu einem in sich Stimmigen Gesamtkonzept und –auftreten fügen.
Mit diesem, bereits 2008 erschienenen Debüt-Werk haben THE STYX SHIPPING SOCIETY ein starkes erstes Zeichen gesetzt, so dass man gespannt sein darf, was die Zukunft bringt… All zu lange sollte es bis zum ersten vollen Album wohl nicht mehr dauern, waren die Aufnahmen bereits für Sommer 2009 geplant. Bis dahin kann jedem Fan von Black’n’Roll und Metal mit Keifgesang im Allgemeinen nur dringlich geraten werden, sich „A Grand Opening For A Coming End“ (erhältlich über die myspace-Seite der Band) zuzulegen.