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AUF ASCHEGRAUEN STRAßEN


Review von „powermetal.de“ 8.50 von 10 Pkt.

Dieser Tage flatterte mir die neue EP der schwarz gefärbten Rocker The Styx Shipping Society "Auf Aschegrauen Straßen" ins Haus. Im Urlaub hatte ich ausgiebig Zeit mich mit dem 5 Tracker auseinanderzusetzen. Auch wenn die Musik nicht gerade das ist, was sich der ein oder andere als Soundtrack für den Urlaub auf der Sonneninsel vorstellt, am Strand liegend und unterm Kopfhörer "versteckt" konnte ich mich sehr gut auf die Musik konzentrieren ;) .
Das Quartett aus dem Fichtelgebirge kommt auf der EP erstmals mit deutschen Lyrics daher. Dabei wird großen Wert drauf gelegt, dass der geneigte Hörer diese auch versteht und so wird deutlich gekeift, gurgelnd gesungen oder auch mit klaren gesprochenen Worten gearbeitet. Thematisch befasst man sich, wie man an den Titeln unschwer erkennen kann, mit einer untergehenden Zivilisation. Man kann sich regelrecht in die Szenerie hineinversetzen, wenn man, als einer der letzten Überlebenden nach der Apokalypse, über aschgraue Straßen wandert; auf der Suche nach was Essbarem und mit Gewalt und Rechtlosigkeit konfrontiert ums Überleben kämpft.
Die Musikalische Umsetzung des Themas ist zwar sehr dunkel und in einigen Sequenzen auch bedrückend; besonders wenn die "schweren, wehmütigen" Piano-Parts die gesprochenen Passagen unterstützen, aber mit ein paar finsteren Samples hätte man die "Apokalypse" vielleicht noch etwas besser in Szene setzen können.
Die Black Metallischen Elemente sowie die Rockigen sind deutlich vernehmbar, wobei die schwarze Seite der Band in vielen Parts auch etwas "heller" wird und eher als Dark denn als Black Metal daherkommt. In einigen Passagen wird man ein ums andere Mal an Eisregen erinnert. Ich möchte dabei aber betonen dass dies nichts mit kopieren zu tun hat, sondern es eher nur zufällig auftauchende Ähnlichkeiten sind, die sich vor allem in einigen Gesangslinien ergeben.
Die Instrumentalisierung der EP ist sehr abwechslungsreich gestaltet. So gibt es sägende Black Metal Riffs und ebenso schwarzmetallisch scheppernde Drums, genauso wie rockig treibende Gitarren und feine kleine Hooklines, die während den "ruhigeren" Passagen Akzente setzen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Highspeed Momente und auch eher schleppende Parts; die dann mit monotonen Riffs, wie man sie ähnlich Satyricon zu Volcano Zeiten kennt, untermalt werden. Die progressive Seite der Band ist etwas zurückgegangen, hat aber auch auf der neuen EP ihren Platz, was vor allem bei "Ich sah sie tobend sterben" der Fall ist.
Die Produktion der Scheibe ist recht gut gelungen, sie betont die Musikalische Ausrichtung des Black metallisch angehauchten Dark Metal/Rock und hat genügend Druck ohne dabei zu Bass-lastig daherzukommen. An manchen Stellen überlagern sich die Instrumente ein bisschen, was aber nur geringe Abzüge in der "B-Note" beschert.

Fazit: Genau wie schon das letzte Album, ist auch "Auf Aschegrauen Straßen" keine Scheibe für nebenbei und so muss der geneigte Hörer auch hier schon ein oder zwei Durchläufe mehr einplanen, um richtig in die Musik von The Styx Shipping Society einzutauchen. Puristen Finger weg; diese Scheibe ist was für offene Geister die, neben den eigenen Favoriten, auch mal über den Tellerrand schauen.

Gelal [31.05.2014], 8/10 Punkte


Review von „powermetal.de“ 7 von 10 Pkt.

Ein endzeitliches Dark-Metal Hörspiel

Die Bandbiographie von THE STYX SHIPPING SOCIETY beginnt mit dem Satz "Geboren aus einer tief verwurzelten Liebe zur Musik reflektiert sich im Schaffen der Band ihr musikalischer Hintergrund, welcher zwischen den konservativen Wurzeln des extremen (Black) Metals und den Ursprüngen des modernen Rocks zu suchen ist." Bei so einer Einleitung ist man erst einmal skeptisch. Was soll man von einem Album wie "Auf aschgrauen Straßen" erwarten? Denn die beiden Genres Black Metal und moderner Rock wollen normalerweise ja so gar nicht zusammenpassen. Ein Blick auf die Tracklist wirft weitere Fragen auf. 'Entmenscht - Am Totenbett einer Zivilisation' oder 'Doppelglas - Fragmente eines blauen Traumes' erinnern vom Namen her spontan an die exzentrischen Dark-Metal-Ausflüge von Bands wie SAMSAS TRAUM oder BETLEHEM. Allerdings scheinen diese sperrigen Namen tatsächlich einen Sinn zu haben, denn man entdeckt beim Hören des Albums ein Konzept und eine Geschichte, die hier erzählt wird. Es geht dabei, um eine dystopische Gesellschaft mit post-apokalyptischen Aspekten. Erzählt wird von einer gewaltvollen Welt, in der jeder ums nackte Überleben kämpft. Das kann man recht  genau heraushören, da die angeschwärzten Vocals sehr gut zu verstehen sind, was doch teilweise an Bands wie EISREGEN erinnert (auch wenn hier auch Keyboards und Geigen weitestgehend verzichtet wurde). Musikalisch gibt es zum Teil richtig starke Melodien und interessante Vermischungen von extremen und progressiven Elementen, wofür das bereits erwähnte 'Doppelglas - Fragmente eines blauen Traumes' ein gutes Beispiel ist. Ob man den musikalischen Stil mag oder nicht, der Refrain bleibt im Ohr hängen.
Weil diese Scheibe insgesamt nur aus fünf Liedern besteht, die auf 25 Minuten Spielzeit kommen, wird es einem hier  schwierig gemacht von einer Full-Length zu reden (für eine EP wiederum ist die Laufzeit ordentlich) (Nö, fünf Songs in 25 Minuten sind eine typische EP - PK). Allerdings liegt manchmal eben in der Kürze die Würze und hier trifft das auf jeden Fall zu. "Auf aschgrauen Straßen" sollte keinesfalls länger sein. Denn die depressive und düstere Geschichte kann so am besten ihre Wirkung entfalten. Andererseits muss man aber auch sagen, dass diese Musik bestimmt nicht jedermanns Sache ist. Teilweise sind die Texte doch sehr ungewöhnlich und gerade so (klar vorgetragene) Zeilen "Gib mir die Flasche, Prost! Das Leben ist schön" wirken eher unfreiwillig komisch als atmosphärisch. Empfehlen kann man diese Band und diese Scheibe vor allem Fans von melodischem Dark Metal und ausgefallenen Experimenten wie sie zum Beispiel ganz früher EDEN WEINT IM GRAB (auch wenn die etwas gotischer sind) auch schon angestellt haben. Der orthodoxe Black Metaller oder der Old-School Purist von nebenan werden hier aber bestimmt kaum ihre Freude haben und irritiert die Nase rümpfen. Eine klassische Platte, an der sich die Geister scheiden.

Adrian Wagner [31.05.2014], Note: 7/10


Review von " LEGACY - THE VOICE FROM THE DARKSIDE
" [Ausgabe 04/2014 NR. 91] 12 / 15 Pkt.

Passend zum Titel ist das Cover der CD komplett in Grau gehalten. Die Zeichnungen zeigen mehrspurige Highways, die aber komplett leergefegt scheinen. Auch die Häuser, einstmals urbane Boten des Fortschrittglaubens, wirken unbewohnt. In der Tat sind die fünf Songs von einem postapokalyptischen Stoff inspiriert: Cormac McCarthy gewann vor sieben Jahren mit seinem Roman "The Road" den Pulitzer-Preis. Die Reise von Vater und Sohn vor dem Hintergrund einer Umweltkatastrophe mit wenigen Überlebenden stellt grundlegende Fragen der menschlichen Existenz.  Das bayerische Quartett THE STYX SHIPPING SOCIETY nimmt Motive des Romans als Basis für fünf packende Songs, die zwischen literarischer Rezitation und rasendem Black Metal oszillieren. Die lyrische Sprache, erstmals in der noch jungen Bandgeschichte auf Deutsch, wirkt gleichberechtigt zu den Instrumenten und exzellent integriert in den Arrangements. Die Variation des Tempos und die Struktur der Tracks, die sich nicht sklavisch an das Strophe-Refrain-Schema hält, sorgen für ein kurzweiliges Hörvergnügen.
Sehr starke Eigenproduktion, die über die Homepage der Band www.thestyxshippingsociety.de für 8,- Euro bezogen werden kann.

(FSH)


Review von „crossfire-metal.de“

Eine Black Metalband mit einem seltsamen Namen... The Styx Shipping Society sind eine Formation aus Bayern, die 2007 ins Leben gerufen wurde. Zwei Demos und ein Album gab es bislang von dieser Band. Dieses zweite Album enthält erstmals komplett deutsche Texte, während man es früher mit Englisch versucht hatte. Das ist im ersten Moment erstmal eine Umgewöhnung. Textlich gibt es hier ein Konzept, das auf Cormac McCarthys “The Road” basiert. Einige versprengte Überlebende einer weltumspannenden Katastrophe bahnen sich dabei ihren Weg durch eine über und über mit Asche bedeckten Welt. Mittlerweile spielen sie eine Mischung aus dem alten, extremen Black Metal der bisherigen Alben, aber vermischt mit modernen Rock Elementen. Das Album beginnt mit Pianoklängen und Flüstergesang. Durch das Keyboard erhält es einen leichten Gothic Touch. Dann aber wird es rockiger mit verzerrter Gitarre und heiserem, aber dennoch gut verständlichem Kreischgesang, der etwas an Beltez erinnert. Beim zweiten Song herrscht dann die alte, von ihnen gewohnte Raserei, die stellenweise an alte Darkthrone erinnert. Aber auch hier geht es erfrischend rockig voran. Bei Track 3 erklingt wieder Flüstergesang, der etwas den Druck raus nimmt. Hier gibt es später aber noch Death Metal Growls zu hören. Es fällt auf, dass The Styx Shipping Society trotz ihrer Räudigkeit immer ein feines Gespür für gute Melodien haben und immer geradlinig rüberkommen, obwohl sie viele verschiedene Einflüsse verarbeiten. Fünf Songs mit fünfundzwanzig Minuten Spielzeit sind auch recht ordentlich. Dazu rundet eine differenzierte, saubere Produktion diesen Silberling gekonnt ab.

Daniel Müller [27.06.2014]


Review von „time-for-metal.eu“ 6 von 10 Pkt.

Die bayrische Truppe mit hitverdächtigem Namen The Styx Shipping Society meldet sich mit einem 25 Minuten Häppchen nach zweijähriger Abstinenz zurück und liefern mit Auf Aschegrauen Straßen ein erfrischendes Werk, dass zwischen Eisregen und Nebelkrähe angesiedelt ist und einige eigene Impulse setzt. So ist ein nicht unerheblicher Teil des Werkes in mindestens Semi-Akustik und Klavier/Keyboardklängen gehalten, wodurch ein großes Spektrum an musikalischen Einflüssen abgedeckt wird, die aber immer etwas mit dem Genre zu tun hat, an dem sich die Band orientiert. Von den fünf Liedern sind alle bis auf Ich Sah Sie Tobend Sterben… gut bis sehr gut gelungen, was eine sehr gute Quote ist. Mir persönlich gefallen die ruhigen Parts besser als die schnelleren, weshalb ich hoffe, dass auf dem nächsten Vollzeitlangspieler damit nicht gegeizt wird.

Fazit: The Styx Shipping Society gehört zu den interessanteren deutschen Bands, die aktiv mit dem Erschaffen von neuem Material beschäftigt sind. Die 25 Minuten sind über weite Strecken gut geworden, Abzüge gibt es nur in der B-Note. Fans deutschsprachiger Musik, die sich im Ursprung des Black Metals bedient, sollten auf jeden Fall reinhören!

Gordon E. [14.07.2014]


Review von „earshot.at“ 5 von 7 Pkt.

THE STYX SHIPPING SOCIETY ist eine Band aus Bayern, die seit 2007 aktiv ist. Über ihre Musik schreiben sie selbst: „Geboren aus einer tief verwurzelten Liebe zur Musik reflektiert sich im Schaffen der Band ihr musikalischer Hintergrund, welcher zwischen den konservativen Wurzeln des extremen (Black) Metals und den ursprüngen des modernen Rocks zu suchen ist.“ Sie haben bereits 2012 ihr erstes Album veröffentlicht und nun liegt ihr neuestes Werk mit dem Titel „Auf Aschegrauen Straßen“ vor. „Styx“ ist ja in der Griechischen Mythologie der Fluss der Unterwelt – also begeben wir uns auf ihm auf eine musikalische Reise.

Mit krachenden Radiogeräuschen und Klavierklängen beginnt „Aschegrau – Solang Die Füße Tragen“ dazu erklingt fast flüsternder Gesang der sich jedoch bald in eine laute und kratzige Stimme verändert. Das Feeling bei diesem Song ist eher deprimierend. Deutlich aggressiver ist der nächste Track – hämmernde Musik und heftiger Gesang ergeben einen sehr harten Black Metal Titel. Bei `Ich Sah Sie Tobend Sterben...` wechseln sie zu etwas ruhigeren und abwechslungsreicheren Klängen aber der Gesang bleibt hart und fast schreiend. Weiter geht es mit ruhigen Gitarrenriffs aber diese Ruhe hält nicht lange vor und der heftige Gesang legt sich über einen rauen Klangteppich. Der letzte Track `Was Ist Wenn Es Nicht Mehr Weiter Geht?` ist anders geartet – hier wird mit klarer Stimme zur sehr klangvollen Musik gesprochen – ein aufrüttelnder Text rund um das Ende von Allem und dass man trotzdem nie den Mut verlieren soll.

THE STYX SHIPPING SOCIETY haben trotz nur fünf Titeln ein sehr abwechslungsreiches Album geschaffen. Zum Großteil ist ihre Musik dem Black Metal zuzuordnen, was in erster Linie auf dem äußerst aggressiven Gesang beruht. Zwischendurch haben sie sich auch ein paar schöne Melodien einfallen lassen. Ihre Texte sind ziemlich ernst, aber nicht ohne Hoffnungsschimmer. Ich nehme aber doch an, dass Black Metal Fans an diesem Album mehr Freude haben werden als Rock Fans.

Metalmama [27.07.2014], 5/7 Punkte


Review von „powermetal.de“ 8.50 von 10 Pkt.

Ein nihilistisches Konzept in schroffe Kälte gegossen, und doch mit herrlichem Groove!


Oha, da hat sich aber einiges getan bei der Gesellschaft der unterweltlichen Schiffleute. Hatte der Black Metal auf der Debüt-EP noch eine ordentliche punkrockige Schlagseite, so fanden sich auf dem ersten vollständigen Studioalbum vor zwei Jahren deutlich experimentellere Ansätze, die sich dieses Mal noch verstärken. Die neue EP - erneut eine sehr schön aufgemachte Eigenpressung - gibt sich sehr stylish. Das programmatisch aschgraue Artwork, die poetischen Ansätze, die Kurzzitate aus den deutschsprachigen Lyrics, die nicht vollständig abgedruckt sind, die gut verständliche Stimme zwischen Knurren und Raunen, die klar und theatralischen gesprochenen Passagen, wie etwa beim großartigen und unglaublich intensiven 'Entmenscht', wo Patrick Gottfried ein bittere Anklage spricht, über die tote Richter nicht mehr urteilen können... ja, Leute, "Auf aschegrauen Straßen" wirkt viel ernsthafter, kälter, trister und desillusionierter, als sich die Band bisher jemals gegeben hat.

Daher braucht diese knapp halbstündige EP auch einige Zeit, bevor sie von Durchlauf zu Durchlauf mehr zündet. Bei mir hat es einige Monate gedauert, diese Ästhetik dieser schroffen, abweisende Garstigkeit genießen zu lernen, doch inzwischen packt mich auch diese EP auf ganzer Linie, wobei mein absolutes Highlight in jedem Fall das mittig positionierte 'Ich sah sie tobend sterben...' ist, dessen Knochen zermalmender Groove direkt ins Genick geht. Danach wirkt 'Doppelglas' im Intro fast fragil, und - wie könnte es anders sein - gläsern, doch mit Einsetzen des ersten Hauptriffs, das sich nordisch-schleppend nach vorne schiebt und von leicht folkig angehauchten Leads flankiert wird, hält auch hier die Schwärze und die Unnahbarkeit Einzug in den blauen Traum. Die Härte und Akzentuierung der Anschläge ist eine wahre Freude, und auch hier gilt: Lass dich fallen, und du kannst die Intensität der Musik körperlich spüren.

Wahrlich, ich sage euch, es dauerte letztlich bis zu dem Tage als ich anfing, diese Zeilen zu tippen, dass sich mir die EP komplett erschloss. Lange empfand ich die neue S.S.S. als unnahbar und fremdartig, doch jetzt und heute brechen die Dämme, und der Styx tritt über die Ufer, spült mich weg; gerade auch im ambienten Finale, das mich musikalisch und kompositorisch an WONGRAVEN erinnert, und den grenzenlosen Nihilismus des Konzepts auf die Spitze treibt. Ja, Kameraden, wäre die Neue Deutsche Härte gute Musik, und vor allem wahrer Stahl, dann müsste sie im Endeffekt genau so klingen wie THE STYX SHIPPING SOCIETY anno 2014. Tut sie aber nicht, und daher bleiben wir bei Bands, die es wirklich verstehen, harte deutsche Lyrik in harte, kalte und doch packende Musik zu kleiden.

Rüdiger Stehle [15.08.2014], Note: 8.50/10


Review von "Künstler Kutscher" 7 / 10 Punkte

Schwarzes Metall aus meiner Heimatregion, dem Fichtelgebirge. Also scheinbar nicht nur genügend Potential für Kreativwirtschaft (unter anderem Fotografen wie mich), sondern auch musikalische Ergüsse, die sich abzuheben wissen.
Bereits vom ersten Ton an wird dies klar. THE STYX SHIPPING SOCIETY legen auf dem aktuellen Mini-Album einen Teppich an Musik aus, der Tiefgang bietet und Raum zum Nachdenken einräumt.

Cormack McCarthy hatte mal einen Roman geschrieben, der sich „The Road“ nennt. Auf dieser Straße sind die Jungs unterwegs, haben sich von der Geschichte zu einer Art Konzeptalbum inspirieren lassen und präsentieren die Ergebnisse zum ersten Mal in der Bandgeschichte auf deutsch. Eine weltumspannende Katastrophe und ein paar Überlebende sind der Grundtenor dieser Geschichte, die THE STYX SHIPPING SOCIETY zu großen Teilen bravourös umsetzt.

Bei diversen Passagen des rasenden oder auch monumentalen Black Metals kommen mir einige Bands in den Sinn, die bereits ebenfalls hochqualitative Werke in deutscher Sprache und ähnlicher, musikalischer Manier abgeliefert haben. Dennoch mixen sich die Nord-Ostbayern einen ganz eigenen Sound zusammen, der generell adaptiert aber nicht in plumpes Kopieren abrutscht.
Durchdacht sind die Kompositionen, die mit diversen Einsprengseln und auch erzählerischen Passagen aufgewertet werden. Ebenfalls hat das Album einige Anleihen an den Rock zu bieten, meist in den Teilen, in denen das gesprochene Wort zum Tragen kommt. Oder dann auch mal in einem rockigen Rhythmus-Teil während der ganzen Raserei.
Einige Textpassagen wirken, vorwiegend im gesprochenen Bereich, leider etwas willkürlich beziehungsweise unfreiwillig humoristisch und die Perfektion wurde auf diesem Mini-Album nicht erreicht. Daher rührt mein Punktabzug. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau.

Ansonsten ein mehr als solides Stück Musik, welches mehrere Durchläufe in meinem Spieler erlebt hat und nie langweilig oder durchschnittlich wurde.

Der Kutscher (10.06.2015)